Einführung in die buddhistische Guanyin Citta Dharma Door

Kulturzentrum des 2OR Australischen Orientalen Chinesischen Rundfunks

 

1. Einführung in die Guanyin Citta Dharma Door

1.1. Rezitation der buddhistischen Texte

1.1.1. Gebet vor der Rezitation

GuanYin Bodhisattwa kann alle Hilferufe, alle Bitten und Beten von uns Lebewesen hören, und uns daraufhin zu Hilfe kommen und uns retten. Deshalb sollte man zuerst die Große Barmherzige und Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa um Erbarmen, Hilfe, Schutz und Segen bitten.

Zuerst meldet sich die bittende Person mit ihrem vollständigen Namen (Vorname, eventuell 2. Vorname und Nachname). Dann nennt sie klar und deutlich das Problem.

Einige Beispiele:

- „ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, mir helfen(hier den vollständigen Namen nennen, wie: Max Dieter Mustermann), gesund zu bleiben/werden, oder: meine Notlage/mein Problem zu überwinden, oder: mein Leben zu verlängern usw.“

- „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mir (den vollständigen Namen nennen) helfen, meine Krankheit (Name der Krankheit) zu heilen und wieder gesund zu werden.

- „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin die schlechte karmische Bindung zwischen mir (vollständiger Name) und BBB (Name der anderen Partei) lösen und die negativen karmischen Knoten zwischen uns lösen.“

Die Bitte um Hilfe, die man an GuanYin Bodhisattwa richtet, muss man unbedingt andächtig, mit Dankbarkeit und aus dem Herz sprechen. Beim Vortragen seines Anliegens sollte man sich auf einen oder zwei Wünsche beschränken und nicht mehr als drei Wünsche äußern, da sonst der Effekt reduziert würde.

1.1.2. Kurze Beschreibung der buddhistischen Texte und wichtige Vorschriften für die Rezitation

Unter “täglicher Rezitationsaufgabe” versteht man bestimmte buddhistische Texte, die man täglich rezitiert. Dazu gehören zum Beispiel: dreimal das Mantra des Mitgefühls (auf Chinesisch: Ta Pei Chou, in Sanskrit: Maha Karuna Dharani), dreimal das Herz-Sutra (auf Chinesisch: Tsin Ching, in Sanskrit: Prajna Paramita Hrdaya Sutra), einmal der Text das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen (auf Chinesisch: Li Fo Ta Chan Hui Wen) und 21-mal Cundi Dharani (auf Chinesisch: Chun Ti Shen Chou). Das tägliche Rezitieren ist so wichtig wie die tägliche Einnahme der Nahrung. Die Kraft, die für den Menschen aus der täglichen Rezitation entsteht, lässt sich mit den Finanzmitteln für die täglichen Ausgaben eines Haushalts vergleichen.

 

Das Kleine Haus wäre dann mit den Mitteln für die Tilgung der Hauskredite oder sonstiger Verbindlichkeiten vergleichbar. Die Zahl der täglichen rezitierten Sutren oder Mantras darf nicht als Teil des Kleinen Hauses betrachtet werden, sondern stellt einen eigenen Posten dar und muss getrennt berechnet werden.

Beim Rezitieren sind folgende Punkte zu beachten:

- Bei jeder Rezitation muss zuerst der vollständige Titel des Sutras bzw. Mantras gesprochen werden. So muss man zum Beispiel bei der Rezitation des Mantras des Mitgefühls zuerst den vollständigen Titel (Qian Shou Qian Yan Wu Ai Da Bei Xin Tuo Luo Ni) sprechen. Erst dann kann man den Text rezitieren. Bei der Rezitation des Herz-Sutras spricht man also auch zuerst den Titel (Bo Ruo Bo Luo Mi Duo Xin Jing), dann den Text.

- Bei der Erledigung der täglichen Rezitationsaufgaben kann man für jeden Text, den rezitieren wird, vorab einen entsprechenden Gebetswunsch aussprechen. Normalerweise sollte das Gebet nicht mehr als drei Wünsche umfassen. Äußert man mehr als drei Wünsche entsteht der Eindruck, man sei allzu begierig und außerdem verringert sich die Wirksamkeit. Ein Beispiel: „Ich AAA (vollständiger Name) rezitiere jetzt 21-mal das Mantra des Mitgefühls. Ich bitte die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, mir mehr Energie zu schenken und mich von meinen Kopfschmerzen zu befreien.“

- Das Herz-Sutra und das Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land (Sukhavati Vyuha Dharani) kann bei offenem Wetter täglich bis 22 Uhr, bei bedecktem Himmel oder Regenwetter nur tagsüber rezitiert werden. Allerdings sollte man diese beiden Texte bei starker Bewölkung, bei starkem Regen und bei Gewitter auch tagsüber nicht rezitieren. Ist man gesundheitlich angegriffen oder fühlt man sich bei der Rezitation dieser beiden Texte unwohl, sollte man sie nur an sonnigen Tagen rezitieren. In der Nacht zwischen zwei Uhr und fünf Uhr sollten in der Regel kein Sutras oder Mantras rezitiert werden.

 

- Führt man die Rezitationsaufgabe für Familienmitglieder, Freunde oder Laienbrüder durch, muss man vorab deren vollständigen Namen nennen, so dass die Wirksamkeit der Rezitation effektiv übertragen werden kann. Man könnte zum Beispiel folgendermaßen beginnen: „Ich AAA(eigener vollständiger Name) rezitiere jetzt sieben Mal das Herz-Sutra für BBB(vollständiger Name des Empfängers). Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa ihm/ihr mehr Weisheit schenken.“

Zur Information sind im Folgenden die Wirkungen und Anwendungsempfehlungen der Sutras bzw. Mantras sowie entsprechende Gebetsausdrücke bei der täglichen Rezitation beschrieben.

1. <Qian Shou Qian Yan Wu Ai Da Bei Xin Tuo Luo Ni>, Abkürzung auf Chinesisch <Ta Pei Chou>, in Sanskrit „Maha Karuna Dharani“ genannt, heißt übersetzt das „Mantra des Mitgefühls“. Dieser Mantra ist obligatorisch für alle buddhistischen Schüler und dient als Grundlage der täglichen Rezitation. Unter anderen hat der Mantra folgende Funktionen bzw. Wirkungsbereiche: Er lässt alle Wünsche in Erfüllung gehen; Er kann alle möglichen Krankheiten heilen; Er lässt den Rezitator von Śrāvaka, Pratyekabuddha oder sonstigen Engeln beschützen; Eine tägliche mehrmalige Rezitation dieses Mantras kann der Seele des Rezitators nach seinem Tod eventuell sogar dazu verhelfen, in ein beliebiges Buddhaparadies nach freier Wahl zu gelangen.

Im Allgemein sollte man täglich drei- oder siebenmal den Mantra rezitieren, und zwar jeden Tag bis ans Ende des Lebens. Dieser Mantra kann sowohl tagsüber als auch abends rezitiert werden. Bei wichtigen Angelegenheiten, wie vor und nach einer Operation, bei einer schweren Erkrankung wie Krebs etc. sollte man diesen Mantra

21-, 49-mal oder noch mehr am Tag rezitieren.

Vor der Rezitation kann man folgendes sagen: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>,  schützen und segnen,  mir gute Gesundheit schenken und meine spirituelle Kraft erhöhen.“

Wenn man unter einer bestimmten Krankheiten leidet, kann man folgendermaßen beten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>, schützen und segnen, meine Krankheit in <Krankheitsherd> (z.B. Schmerzen im Magenbereich) heilen, meine spirituelle Kraft erhöhen, und die Erholung beschleunigen.“

 

2. Das <Bo Ruo Bo Luo Mi Duo Xin Jing>, abgekürzt <Hsin Ching>, in Sanskrit „Prajna Paramita Hrdaya Sutra“, deutsch: Das „Herz-Sutra“. Dieses Sutra verbindet den Rezitator mit der GuanYin Bodhisattwa. Durch die häufige Rezitation kann erreicht werden, dass die Bodhisattwa dem Rezitierenden größere Weisheit schenkt.

Das Herz-Sutra gilt im Himmelbereich wie Asura-Bereich oder Deva-Bereich als Kraft und Energie, in der Unterwelt als Geld und im menschlichen Reich als Weisheit. Unter anderem eignet sich das Herz-Sutra als Mittel zur Lösung folgender Probleme: Ungehorsam bei Kindern, Widerspenstigkeit bei Jugendlichen, Ungläubigkeit der Erwachsenen, Sturheit und Starrsinn bei den Älteren, psychische Instabilität, fehlende Weisheit und Depression. Es hilft außerdem, die arme Seele aus der Unterwelt an einen besseren Ort zu bringen.

Im Allgemeinen sollte man täglich drei- oder siebenmal das Sutra rezitieren, und zwar jeden Tag bis ans Ende des Lebens. Nach 22 Uhr sollte man das Sutra nicht mehr rezitieren. Bei schlechtem Wetter sollte man abends nicht rezitieren. Bei Gewitter oder starkem Regen sollte man auch tagsüber nicht rezitieren.

Vor der Rezitation kann man folgendes Gebet sprechen: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>,  schützen und segnen, mir Weisheit, einen reinen Geist und Ruhe gewähren; und mir helfen, mich von Sorgen zu befreien (wichtig ist die Konzentration während des Rezitierens aufrechtzuerhalten).“

3. <Li Fo Ta Chan Hui Wen>, deutsch: Achtundachtzig Buddhas Großes Bereuen“, ist ein langer Text, mit dem man vor allen 88 Buddhas seine Sünden bekennt und bereut. Mit der Rezitation dieses Texts bittet man GuanYin Bodhisattwa darum, dass sie dem Bittenden helfen möge, durch Reue seine Sünden zu tilgen, damit das schlechte Karma, das sich durch Sünden aus den vergangenen Leben und aus diesem Leben gebildet hat, gelöscht werden kann. Der Reuetext eignet sich auch für Reuebekenntnisse von Sünden aus den vergangenen und dem jetzigen Leben. Er wird verwendet, wenn jemand zum Beispiel bereut, in vergangenen Beziehungen Gefühle verletzt zu haben. Oder man bereut eine Feindseligkeit gegenüber einer Person nach langjährigem Konflikt. Auch bei Reue über frühere Verhaltensweise, beispielsweise respektloses Zerstören oder Beschädigen von Bildern und Statuen von Buddhas oder Bodhisattwas kann dieser Text rezitiert werden. Im Allgemein sollte man täglich drei- oder siebenmal das Sutra rezitieren. Man kann dies jeden Tag bis Ende des Lebens durchführen. Das Rezitieren kann tagsüber und abends stattfinden. Vor der Rezitation kann man folgendes Gebet sprechen: „Ich, XXX (vollständiger Name), rezitiere jetzt dreimal <Li Fo Da Chan Hui Wen>.„Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>, schützen und segnen, mir helfen Busse zu tun und karmische Hindernisse wegen negativer Karmas in <dem Körper oder dem Körperteil >, zu beseitigen, mir gute Gesundheit und große Weisheit gewähren.“

Achtung: Falls man während der Rezitation von Achtundachtzig Buddhas Großes Bereuen“  unangenehme Gefühle oder Schmerzen in bestimmten Körperteilen hat, ist es ein gutes Zeichen. Das bedeutet nämlich, dass die negativen Karmas aktiviert oder schon in Form einer Fremdseele verwandelt worden sind. Ein Problem frühzeitig zu erkennen ist besser, als später im hohen Alter in Form von schweren Krankheiten heimgesucht zu werden, die auf dies Problem zurückzuführen sind. In solchen Fällen sollte man generell vier bis sieben Kleine Häuser lesen. Wenn die Beschwerden dann noch nicht verschwunden sind, sollte man noch weitere Kleine Häuser lesen, bis sich der Körper wieder wohl fühlt.

4. Mit der Rezitation von <Chun Ti Shen Chou>, (in Sanskrit „Cundi Dharani“), bittet man die Große Barmherzige und Mitfühlende GuanYin Bodhisattva darum, dass die ausgesprochenen oder unausgesprochenen Wünsche in Erfüllung gehen. <Zhun Ti Shen Zhou> kann für folgende Bereiche eingesetzt werden: Für eine erfolgreiche bzw. glattverlaufende berufliche Karriere, für eine glückliche Ehe, für einen reibungslosen Verlauf bzw. einen guten Abschluss des Studiums und der Ausbildung, für eine Prüfung, für ein Geschäftsvorhaben etc. Die Rezitation des Sutras kann ebenfalls bei der Suche nach einer Stellung oder nach einem Partner hilfreich sein. Allerdings sollten alle diese Wünsche mit den gesetzlichen und moralischen Rahmenbedingungen übereinstimmen.

Im Allgemein sollte man täglich 21-, 27- oder 49-mal das Sutra rezitieren. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>, schützen und segnen, mir Glück und Erfolg im Beruf zu gewähren(oder andere vernünftige Wünsche von Ihnen).“

In anderen Fällen kann man auch um eine bestimmte, klar umrissene Angelegenheit beten.

Die obigen vier buddhistischen Texte zählen zu den Basistexten für die tägliche Rezitationsaufgabe. Die nachfolgenden können je nach persönlichem Bedarf und nach Art der Probleme wahlweise in die tägliche Rezitation aufgenommen werden. Man rezitiert sie üblicherweise 21-, 27- oder 49-mal am Tag.

5. Mit der Rezitation von <Chie Chie Chou> (Deutsch: „Mantra zum Lösen von karmischen Knoten“) bittet man die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa um ihre Hilfe zur Lösung von zwischenmenschlichen Konflikten. Es kann in folgenden Fällen eingesetzt werden: bei Missverständnissen und Konflikten zwischen Partner und Freunden, zum Beispiel Ehepartner; bei Streit unter Familienmitgliedern; bei Konflikten zwischen Eltern und Kindern; bei Disharmonie zwischen Arbeitskollegen; bei Problemen zwischen dem Vorgesetzten und Angestellten usw.

Nach Bedarf soll man das Sutra täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitieren. Das Rezitieren kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>,  schützen und segnen, mir helfen, meine negativen Knoten mit <voller Name einer anderen Partei >, zu lösen und unsere Konflikte zu transformieren.

6. <Hsiao Tsai Chi Hsiang Shen Chou>, (Sanskrit „Jvala Mahaugra Dharani“). Dieser Mantra kann bei verschiedenen unvorhergesehenen, plötzlichen Ereignissen rezitiert werden, damit die karmisch bedingten Probleme, Konflikte oder Katastrophen bewältigt werden können. Es ist für folgende Situationen geeignet: bei bevorstehenden Gerichtsverfahren, bei Geldverlust durch Diebstahl oder Unaufmerksamkeit, bei Streit, bei behördlichen Mahnungen, bei plötzlich auftretender Krankheit, bei befürchteten Schwierigkeiten, bei Alpträumen etc. 

Bei Bedarf soll man das Sutra täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitieren. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>,  schützen und segnen, mir helfen, Unglücke zu verhindern, sowie mir Sicherheit und Glück bringen.

7. Mit dem Mantra <Pa Yi Chieh Yeh Chang Ken Pen Te Sheng Ching Tu To Lo Ni >, (abgekürzt „Wang Sheng Chou“, Sanskrit „Sukhavati-Vyuha Dharani“, Deutsch „Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land“, kann man die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa um ihren Segen für ein Leben in Frieden und Glück und das Emporsteigen der Seele nach dem Tod des physischen Körpers ins Amitabha Reinland bitten. Man kann mit dem Mantra die Seelen von Kleintieren, Geflügel, Meeresfrüchten, Insekten usw., die man jemals getötet hat, transformieren und sich somit davon befreien. Es ist geeignet für die Transformation der Seele von Tieren, die man früher geschlachtet und gegessen hat, auch von Kleintieren, die man aus Not oder aus Versehen getötet hat, oder selbst von den Tieren, die man im Traum getötet hat.

Bei Bedarf soll man dies Mantra täglich 21- oder 27- oder 49-mal rezitieren. Die Rezitation ist nach 22 Uhr zu vermeiden, ebenso bei Gewitter oder bei schlechtem Wetter.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva mich (eigene vollständiger Name) segnen,  mir  helfen, die Seelen von meinetwegen verstorbenen kleinen Tieren zu transformieren,  von diesen Seelen zu befreien und das schlechte Karma zu löschen“.

8. <Ta Chi Hsiang Tien Nu Chou >, (Sanskrit „Sri Devi Dharani“), kann dabei helfen, Armut und unglückliche Ereignisse zu überwinden, sowie in kurzer Zeit Wohlstand, Freude und Glück zu erlangen. Alle Wünsche, unter anderen auch Ehewünsche, könnten durch die Rezitation dieses Sutras in Erfüllung gehen. Allerdings muss der Rezitator ausreichende Verdienste angesammelt haben, um Glück zu haben und ein gutes Ergebnis erwarten zu können, wenn er sein Anliegen vorträgt. Ohne Verdienst als Grundlage ist das Sutra nicht wirksam.

Bei Bedarf kann man das Sutra täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitieren. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa  mich (vollständiger Name) segnen und mir zu Glück und Erfolg bei (Anliegen nennen) verhelfen“.

Dieses Sutra kann bei der Partnersuche für eine gute Beziehung eingesetzt werden. Vor der Rezitation kann man folgendes Gebet sprechen: „Möge die Große Barmherzige und Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, mir (vollständiger Name) helfen, einen liebenswürdigen Partner zu finden, mit dem ich eine glückliche Beziehung aufbauen kann.“

 

9. Durch die Rezitation von <Kung Te Pao Shan Shen Chou >, (Sanskrit „Guna Ratna Sila Dharani“), kann man Wohltaten, die man in früheren Zeiten anderen erteilt hat, zum Verdienst umwandeln, um dadurch Sünden zu tilgen und negatives Karma zu

kompensieren. Hat man eine dringende Bitte und kann man gleichzeitig auf zahlreiche Wohltaten zurückblicken, kann man dieses Sutra rezitieren. Die Wirksamkeit dieses Sutras setzt eine Menge ausreichende Wohltaten voraus.

Bei Bedarf soll man täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitieren. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, mir (vollständiger Name) helfen, meine guten Taten zu Verdienst umzuwandeln und Erfolg bei (Anliegen nennen) zu haben“.

Außerdem kann man „Guna Ratna Sila Dharani“ für den Fötus im Mutterleib und für Kinder unter fünf Jahren rezitieren. So kann das Kind seine guten Taten vom letzten Leben ins jetzige Leben mitnehmen, damit es in diesem Leben weniger Probleme und mehr Frieden hat.

In diesem Fall kann man vor der Rezitation sagen: „ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, das Kind beschützen, das XXX (vollständiger

Name) erwartet, oder: Möge  die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa,  mein Kind (vollständiger Name des Kindes), seine guten Taten aus dem Vorleben zu Verdiensten umzuwandeln und Sicherheit und Gesundheit zu gewähren.“

10. <Chi Fo Mieh Tsui Chen Yan>, (Sanskrit „Sapta Atitabuddha Karasaniya Dharani“), kann kleine Sünden tilgen, Sicherheit und Glück bringen sowie gutes Gelingen in allen Angelegenheiten und eventuell noch Glück für die nachkommenden Generationen bewirken. Dieses Sutra kann kleine Sünden tilgen, die in diesem Leben, insbesondere noch vor kurzer Zeit begangen sind. Für die Tilgung schwerwiegender Sünden und großer Sünden aus den vergangen Leben muss man den Text das achtundachtzig Buddhas Große Bereuenrezitieren.

Für die Tilgung kleiner Sünden, die durch eine Handlung, durch Reden und durch Gedanken begangen sind, kann dieses Sutra unmittelbar nach der Tat 21-, 27- oder 49-mal rezitiert werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>, schützen und segnen, mir  helfen, karmische Hindernisse wegen negativer Karmas zu beseitigen.

Außerdem kann man mit einer siebenmaligen Rezitation von <Chi Fo Mieh Tsui Chen Yan > die „tägliche Rezitationsaufgabe“ abschließen, so dass Körper und Seele reiner werden, und gleichzeitig die im Laufe des Tages begangenen kleinen Sünden getilgt werden können. Dazu ist ein Gebet vor der Rezitation nicht erforderlich.

11. < Sheng Wu Liang Shou Chueh Ting Kuang Ming Wang To Lo Ni >, (Sanskrit „Arya Amitayur Niyama Prabharaja Dharani“), ist ein Sutra zur Lebensverlängerung. Die aufrichtige Rezitation des Sturas kann die Gefahr eines frühen Todes abwehren, das Leben verlängern und die Lebensfreude vermehren. Es geeignet sich für ältere Menschen, die noch länger leben, nach einer schweren Krankheit das Leben weiter genießen, oder einen Unglücksfall oder eine Katastrophe überleben möchten.

Bei Bedarf kann man das Sutra täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitieren. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa,  mir (vollständiger Name) helfen, das Unheil zu überwinden und mein Leben zu verlängern.“

12. Durch die Rezitation vom < Ju Yi Pao Lun Wang To Lo Ni>, (Sanskrit „Cintamani Cakravartin Dharani“), erlangt man den Segen von Buddhas Licht und Buddhas Weisheit und kann die buddhistische Lehre danach besser verstehen. Auf diesem Weg kann Kummer in Bodhi(Weisheiten) verwandelt werden. Alles gelingt nach Wunsch. Man wird mit Gesundheit und Glück geschenkt. Dieses Sutra dient hauptsächlich der Wunscherfüllung für ein bestimmtes Anliegen, beispielsweise eine glatte berufliche Laufbahn.

Bei Bedarf sollte man dieses Sutra täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitiert. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa,  mich  beschützen(vollständiger Name), und  mir zu einen guten Gelingen bei… (Anliegen nennen) zu verhelfen.“

13. Die Rezitation von <Kuan Yin Ling Kan Chen Yan>, (Sanskrit „Aryavalokiteshvara Bodhisattva Vikurvana Dharani“), kann ebenfalls darauf hinwirken, dass man einen Segen von Buddhas Licht erhält. Man kann damit gutes Gelingen bei allen Angelegenheiten erreichen, man kann damit erwirken, dass Wunsch

in Erfüllung gehen und dass man in seinem Leben Glück und Gesundheit hat. Insbesondere bittet man durch die Rezitation des Sutras, um das persönliche Wirken der barmherzigen GuanYin Bodhisattwa. Die Rezitation des Sutras kann dazu führen, dass GuanYin Bodhisattwa ihren persönlichen Segen dazu gibt, dass eine Angelegenheit, die dem Rezitator am Herzen liegt, rasch in gewünschter Form oder Richtung von statten geht oder beendet wird. So können beispielsweise akute, sehr starke Schmerzen durch das Rezitieren des Sutras beendet werden.

Die Wirksamkeit dieses Sutras setzt jedoch voraus, dass der Rezitator reine Gedanken hat und nicht eigensüchtig ist. Er muss zudem genügende Verdienste angesammelt haben. Andernfalls kann die Rezitation des Sutras in eine ungewollte Richtung führen. Deshalb ist es zu empfehlen, das Sutra nicht auf eigene Faust zu rezitieren. Die Entscheidung darüber, ob eine Rezitation zu empfehlen ist, sollte man dem Meister nach seiner Totemanalyse überlassen.

Bei Bedarf sollte man dieses Sutra täglich 21-, 27- oder 49-mal rezitieren. Die Rezitation kann sowohl tagsüber als auch abends durchgeführt werden.

Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa,  mich (vollständiger Name) segnen, mir helfen, schnell gesund zu werden, oder:„Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mir helfen, dass mir (Angelegenheit nennen) gut gelingen möge.“

 

1.1.3.Empfehlungen zur täglichen Rezitation

1) Tägliche Rezitation im Allgemein

Wenn man allgemein um Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlergehen jeder Art zu GuanYin Bodhisattwa betet, dann soll man folgende buddhistischen Texte rezitieren:

Man sollte täglich 7-mal das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou), 7-mal das Herz-Sutra (Xin Jing), 3- bis 7-mal das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen und 21-mal Cundi Dharani rezitieren.

Für besondere Wünsche, wie für eine gute berufliche Karriere, Erfolg im Handels- und Geschäftsleben oder ein erfolgreich verlaufendes Vorstellungsgespräch sollten folgende Texte rezitiert werden:

Täglich 7- bis 21-mal das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou), 7-mal das Herz-Sutra (Xin Jing), ein- bis dreimal das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen und 21-, 49- oder 108-mal Cundi Dharani rezitieren.

Für eine Schlichtung von Konflikten im Eheleben sind folgende Texte zu empfehlen:

Vor der Rezitation sollte man folgendermaßen zu GuanYin Bodhisattva beten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva, den Konflikt zwischen mir AAA (vollständigen Name) und BBB (Name der anderen Partei) sowie den negativen karmischen Knoten zwischen uns lösen.“

Hierzu sollte man täglich siebenmal das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou) für sich rezitieren. Weiterhin sollte man 7-, 9-, 11-, 21-, 27-, oder 49-mal das Herz-Sutra (Xin Jing) jeweils für sich und für die Konfliktpartei rezitieren. Außerdem sollte man für sich 3- bis 7-mal das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen und 21-, 27-, 49-, oder 108-mal das Mantra zum Lösen von karmischen Knoten rezitieren. Zum gleichen Zweck sollte man ferner mehr als drei „Kleine Häuser“ pro Woche lesen.

Für eine möglichst rasche und effektive Beilegung aller Konflikte zwischen den Ehepartnern kann man zusätzlich noch Gelöbnisse machen und gefangene bzw. zu tötende Tieren freilassen.

2) Tägliche Rezitation für ältere Menschen

Wenn man für eine gute Gesundheit, für die Überwindung eines Unheils und für ein langes Leben zu GuanYin Bodhisattwa betet, sind die folgenden Rezitationen in folgendem Umfang zu empfehlen:

Man sollte täglich 21- bis 49-mal das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou), 7-mal das Herz-Sutra (Xin Jing), 3- bis 7-mal das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen und 49-mal Arya Amitayur Niyama Prabharaja Dharani (Sheng Wu Liang Shou Jue Ding Guang Ming Wang Tuo Luo Ni) rezitieren.

3) Tägliche Rezitation für schwer kranke Menschen

Für die Schwerkranken sind pro Tag 49 Rezitationen vom Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou) zu empfehlen. Man kann vor der Rezitation folgendes Gebet sprechen: Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva mir (eigener vollständige Name) helfen und meine Krankheit (Bezeichnung der Krankheit) heilen. Bei einer psychischen Krankheit sollte das Mantra des Mitgefühls weniger als 21-mal rezitiert werden.

Das Herz-Sutra (Xin Jing) sollte im solchen Fall täglich 7-mal rezitiert werden. Hierzu bittet man die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva darum, dass sie den Rezitierenden (vollständigen Namen nennen) segnen und ihm Weisheit schenken möge. Psychisch Kranke müssen das Herz-Sutra in der Regel mehr als 21-mal rezitieren.

Den Text das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen  sollte ein Schwerkranker täglich 3- bis 7-mal rezitieren. Das Gebet vor der Rezitation kann folgendermaßen lauten: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva, mir (vollständiger Name) helfen, meine Sünden zu bereuen und meine Sünden zu tilgen (oder die Sünden bei bestimmtem Körperteil zu tilgen), meine (bestimmte Krankheit) zu heilen.

Ist jemand aufgrund der Tötungen durch Familienangehörige mit Sünden oder schlechtem Karma behaftet oder hat jemand durch Tötungen, die er in diesem Leben selbst vorgenommen hat, unter seinen Sünden und seinem schlechten Karma zu leiden, dann sollte er zusätzlich eine zeitlang täglich 49- oder 108-mal das Mantra zur

Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land (Wang Sheng Zhou) rezitieren, um die seinetwegen gestorbenen kleinen Tiere zu transformieren.

Wer einen Schwangerschaftsabbruch oder eine Abtreibung vornehmen gelassen hat, sollte für das verlorene oder abgetriebene Kind einige Kleine Häuser rezitieren, und zwar mindestens 7 bis 21 Kleine Häuser pro Kind. Man gibt dabei als Adressaten “AAAs Kind” an (AAA: vollständiger Name der Mutter oder des Vaters). Normalerweise verwendet man den Name der Mutter, falls dieser jedoch unbekannt ist, kann man den Namen des Vaters verwenden. Neben der oben genannten täglichen Rezitation sollte man jede Woche mindestens drei Kleine Häuser seinem eigenen karmischen Gläubiger schenken. Außerdem sollte man zusätzlich gefangene und zu tötende Tiere in großer Zahl freilassen und ein großes Gelöbnis ablegen.

 

1.2. Tilgung der karmischen Forderung mit “Kleinem Haus”

Für Menschen gibt es normalerweise zwei Arten von Krankheiten:

Krankheit im physischen Körper und Krankheit durch Fremdseelen. Eine Fremdseele ist die Seele von einem verstorbenen Menschen oder Tier. Fremdseelen gehören zur Parawelt, auch Geist gehört dazu. Eine Fremdseele (Yin-Körper), die sich bei einem lebenden Mensch (Yang-Körper) einnisten kann, ist häufig die Seele eines verstorbenen Familienmitglieds, eines verstorbenen engen Freundes, eines abgetriebenen oder verlorenen Kindes, eines Verstorbenen, mit dem man in der Vergangenheit in Unfrieden gelebt hat, oder eine Seele, die noch im Wohnhaus zurückgeblieben ist. Wenn eine Fremdseele sich lange Zeit in einem menschlichen Körper aufhielt, wird der Mensch körperlich krank. Er neigt zu Wutanfällen, hat oft Unfälle oder Missgeschicke oder ist erfolglos im Beruf, in der Schule oder im Studium. Der in Australien lebende chinesische Buddhist, Meister Lu, Junhong ist von Buddha und Bodhisattwa mit besonderer Gnade gesegnet. Er verfügt über übernatürliche Kräfte. Dank der Instruktionen von GuanYin Bodhisattwa führt Meister Lu heute den Menschen zum buddhistischen Glauben und schenkt ihnen die Methode, sich durch die Rezitation der buddhistischen Texte, von der Fremdseele zu befreien, die Fremdseele zu transformieren und die durch Fremdseelen verursachten Krankheiten zu heilen.

In diesem Sinne ist das Kleine Haus ein großer Schatz, den die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva den Menschen geschenkt hat, damit sie in der Wendezeit die heimatlosen Seelen transformieren und die Sünden tilgen können. Für die Welt der Geister und Seelen bedeutet das „Kleine Haus“ eine Art Scheck von einer großen Summe. Damit kann man die karmischen Schulden aus den vergangenen Leben begleichen. Für die Transformation der Seele eines Verstorbenen dient das Kleine Haus als Energie, mit der die Seele an einem besseren Ort gelangen kann. Man kann den Seelen verstorbener Verwandter mit dem Rezitieren von Kleinen Häusern dazu verhelfen, in ein höheres Himmelreich, wie z. B. das Devareich (im Westen wird Devareich als Himmel bezeichnet) aufzusteigen. Zusammengefasst ist das Kleine Haus ein wirksamer Schatz zur Transformation der Seele von Verstorbenen, zur Befreiung von Fremdseelen bei Menschen, zur Selbsthilfe und auch zu Hilfe für anderen Menschen.

 

1.2.1. Musterbeispiele des Kleinen Hauses

Klicken Sie bitte den Link http://guanyincitta.com/de/video/ an, um die Musterspiele des Kleinen Hauses herunterladen zu können.

1.2.2.Hinweise zur Anwendung des Kleinen Hauses: Grundlegende Kenntnisse und allgemeine Praktiken der Transformation

1. Auf einem gelben Blatt Papier (ganz normalem Kopierpapier), ungeachtet der Dicke, zeichnen Sie ein Rechteck, drei Zoll breit und vier Zoll lang. Auf einer Linie von drei Zoll zeichnen Sie ein gleichschenkliges Trapez, um die Form eines Hauses mit einem schrägen Dach zu bilden. Es ist das sogenannte „Kleine Haus“(Hsiao Fang Tzu). Es ist am besten, das Musterformular auf der Webseite <www.GuanYinCitta.com>,  herunterzuladen, und es auf einem gelben Blatt Papier im Format A4 zu drucken. Bitte schneiden Sie das Papier in vier Teile, so dass jedes Kleine Hause ein rechteckiges Blatt Papier ist. Bitte schneiden Sie das Kleine Haus nicht nach seiner Form, entlang den schwarzen Linien auf dem Formular. Auf der oberen rechten Seite des Kleinen Hauses, benutzen Sie bitte einen blauen oder schwarzen Stift, um den Namen des Verdienstempfängers zu schreiben. Wenn es an Karmische Gläubiger von Jemandem überreicht wird,  bitte adressieren Sie es an die „Karmischer Gläubiger von <voller Name>“.  Wenn es an ein Kind, das abgetrieben wurde oder wegen einer Fehlgeburt verloren wurde, überreicht wird,  dann adressieren Sie es an „Kind von <voller Name der Mutter oder des Vaters >“. Im Allgemeinen sollten Sie den vollen Namen der Mutter schreiben. Wenn Sie den vollen Namen der Mutter nicht kennen, dann können Sie den vollen Namen des Vaters schreiben. Wenn es an einen verstorbenen Verwandten oder einen Freund überreicht wird, dann können Sie es an „<voller Name des Verstorbenen>“ adressieren. Auf der unteren linken Seite des „Kleinen Hauses“, schreiben Sie bitte den vollen Namen des Rezitators oder der Rezitatorin sowie das Datum des Komplettierens des Rezitierens des Kleinen Hauses, oder das Datum für das Verbrennen des Kleinen Hauses (JJJJ-MM-TT). Bitte beachten Sie, dass der Rezitator oder die Rezitatorin das Kleine Haus unterzeichnen muss. Für das Datum können Sie die Zahlen in arabischer Form schreiben.

Man kann sich die Form des Kleinen Hauses am einfachsten von der Website http://guanyincitta.com/de/video/ herunterladen und auf einem gelben DIN A4 Druckpapier ausdrucken.

2. Das Kleine Haus besteht aus einer Kombination von vier alten buddhistischen Texten. Es beinhaltet 27-mal das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou); 49-mal das Herz-Sutra (Xin Jing); 84- mal das Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land (Wang Sheng Zhou), und 87-mal das Sapta Atitabuddha Karasaniya Dharani (Qi Fo Mie Zui Zhen Yan). Die Anzahl, die man rezitieren muss, darf nicht kleiner sein als gerade angesprochen. Man kann ruhig ein paar Male mehr rezitieren. Man sollte jedoch nicht übermäßig mehr als verlangt rezitieren.

3. Das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou) und das Sapta Atitabuddha Karasaniya Dharani (Qi Fo Mie Zui Chen Yan) dürfen überall und zu jeder Zeit (nachts von 2 bis 5 Uhr am besten nicht) rezitiert werden. Das Herz-Sutra (Xin Jing) und das Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land (Wang Sheng Zhou) können während des Tages bis 22 Uhr rezitiert werden, auch wenn es leicht bewölkt oder regnerisch ist. Wenn man draußen, im Bus oder Zug, oder in einer Menschenmenge ist, sollte man vorsichtig sein und die beiden Texte nicht rezitieren. Man sollte auch die Rezitation des Herz-Sutra (Xin Jing) und des Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land (Wang Sheng Zhou) nach 22.00 Uhr vermeiden. Auch bei schlechten Wetterbedingungen wie bei starkem Regen, bei Gewitter, bei Blitz und Donner und bei stark bedecktem Wetter sollten die beiden Texte nicht rezitiert werden. Wenn man sich

während der Rezitation plötzlich unwohl fühlt (Kopfschmerzen, Schwindelgefühl) sollte man sofort mit der Rezitation aufhören.

4. Wenn man Sutren oder Mantras für das Kleine Haus rezitiert, kann man jeweils drei- oder siebenmal das Mantra des Mitgefühls (Da Bei Zhou) rezitieren, um die eigene spirituelle Kraft zu steigern. Die Reihenfolge der Rezitation für Sutras und Mantras im Kleinen Haus ist unwichtig. Wenn man sich sehr schwach fühlt oder schlecht gelaunt ist, sollte man kein Kleines Haus lesen, denn die Rezitation der Texte für das Kleine Haus verbraucht viel Energie. Wenn man sich dabei überhaupt nicht konzentrieren kann, verliert das Kleine Haus viel von seiner Wirksamkeit. Falls man mitten in der Rezitation müde geworden ist oder sich körperlich unwohl fühlt, sollte man eine kurze Pause einlegen. Bevor man mit der Rezitation des Kleinen Hauses fortfährt, sollte man zuerst das Mantra des Mitgefühls für sich zur Stärkung der eigenen Kraft rezitieren. Es ist falsch, die Sutras  für das Kleine Haus pausenlos bis zur eigenen Erschöpfung zu rezitieren, nur weil man die Fremdseele schnell transformieren möchte. Dies bringt mehr Schaden als Nutzen.

5. Auf der rechten Seite des Kleinen Hauses, unterhalb von „Überreichen an“, schreibt man den Namen des Empfängers mit einem blauen oder schwarzen Kugelschreiber oder Füller. Namen in lateinischen Buchstaben sollen in Druckschrift, die Buchstaben nebeneinander, nicht untereinander stehend, geschrieben werden (siehe Beispiele).

Bitte beachten Sie die unterschiedliche Schreibweise für verschiedene Empfänger:

Wenn das Kleine Haus für einen Gläubiger bestimmt ist, mit dem man durch gemeinsames Karma verbunden ist, schreibt man folgendes:

karmischer Gläubiger von EEE. „EEE“ ist der eigene vollständige Name.

Wenn das Kleine Haus für ein abgetriebenes, fehlgeborenes oder tot geborenes Kind gedacht ist, schreibt man so: „Kind von MMM“, „MMM“ ist der vollständige Geburtsname der Mutter. Falls die Seele des abgetrieben bzw. tot geborenen Kindes beim Vater ist, schreibt man: „Kind von VVV“. „VVV“ ist der vollständige Geburtsname des Vaters.

Wenn das Kleine Haus für einen Verstorbenen (Verwandten, Freund) gedacht ist, notiert man als Adressaten den vollständigen Namen des Verstorbenen „YYY“. Bei engeren Verwandten kann man die Verwandtschaftsbezeichnung hinzufügen, wie z. B. „Oma YYY“. Auf der linken Seite des Kleinen Hauses unterschreibt der Rezitator in blauer oder schwarzer Farbe. Außerdem gibt er das Datum an, an dem das Kleine Haus vollständig rezitiert wurde, oder an dem es verbrannt wurde. Der Name des Rezitators soll ebenfalls in Druckschrift, senkrecht geschrieben werden. Das Datum in arabischen Zahlen soll jedoch waagerecht geschrieben werden (siehe Beispiele).

Nach einmaliger Rezitation eines Sutras oder eines Mantras kann man mit einem roten Stift (z. B. Stabilo Pen oder Edding) einen Punkt im Kreis des entsprechenden Textes setzen. Man kann auch erst dann die roten Punkte setzen, wenn die erforderliche Gesamtanzahl eines Sutras fertig rezitiert worden ist, oder wenn alle Texte des Kleinen Hauses fertig rezitiert worden sind. Für den Punkt im Kreis muss unbedingt ein roter Stift benutzt werden. Der Kreis soll nicht voll rot ausgemalt werden, es genügt ein kräftiger Punkt. Man darf auch keinen Haken und kein Kreuz in den Kreis einzeichnen. Die vorgegebene Reihenfolge, erst rezitieren, dann die Punkte setzen, muss unbedingt eingehalten werden. Die Anzahl der Sutras oder Mantras darf nicht weniger sein als unten als Gesamtzahl angegeben sein. Es ist aber möglich, mehr als die angegebene Menge zu rezitieren.

6. Bevor man mit der Rezitation für das Kleine Haus beginnt, kann man ein kurzes Gebet sprechen, etwa folgendermaßen: “Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mich schützen. Ich EEE (EEE: vollständiger Name) rezitiere jetzt die Texte für das Kleine Haus  für YYY (YYY: Bezeichnung des Empfängers).Bitte beschützen Sie mich.

Im Allgemeinen soll ein Anfänger zuerst für seine eigenen karmischen Gläubiger 4 – 10 Kleine Häuser rezitieren. Eine Frau, die eine abgebrochene Schwangerschaft hatte, sei es eine Abtreibung, eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft, sollte für jedes ungeborene Kind mindestens 7 Kleine Häuser lesen.

7. Normalerweise sollte man den in der Geburtsurkunde eingetragenen Namen verwenden. Dieser Name wird im Jenseits anerkannt und festgehalten. Im Fall einer Namensänderung kann allerdings der geänderte Name nach mehr als einjähriger Benutzung seine dynamischen und spirituellen Effekte bekommen. Um sicher zu sein,

sollte man deshalb in einem solchen Fall einen Antrag auf Namensänderung einreichen. Ist dieser Antrag erfolgreich, kann man mit dem geänderten neuen Namen buddhistische Texte rezitieren. Es ist nicht notwendig, den neuen Namen auf dem Personalausweis, Reisepass oder Führerschein ändern zu lassen.

8. Es empfiehlt sich, für die Rezitation einen ruhigen Zeitpunkt und einen ruhigen Ort zu wählen. Störungen durch das Telefon sowie durch Klingeln oder Klopfen an der Tür sollten möglichst vermieden werden. Wenn man mitten in der Rezitation wegen einer Störung unterbrechen muss, sollte man einmal “Om Lai Mu So Ho” sagen.

Nach der Unterbrechung sollte man noch einmal “Om Lai Mu So Ho” sagen, um die Rezitation des Sutras an der aufgehörten Stelle fortzusetzen. Bei einem kurzen Mantra fängt man besser wieder von vorne an.

9. Die Rezitation darf laut oder leise erfolgen. Man darf auch still lesen. Allerdings würde ein zu lautes Lesen der Lebensenergie, dem Qi, schaden, und ein stummes Lesen ohne Lippenbewegung kann den Blutkreislauf beeinträchtigen. Die beste Methode ist, sehr leise zu rezitieren. Bei der Rezitation sollte jedes Mal der vollständige Titel eines der Sutras oder Mantras benannt werden. Zum Beispiel soll der vollständige Titel „Qian Shou Qian Yan Wu Ai Da Bei Xin Tuo Luo Ni“ vor der Rezitation des Textes vom Mantra des Mitgefühls ausgesprochen werden, und für das Herz-Sutra sollte vorab auch der vollständige Titel „Bo Re Bo Luo Mi Duo Xin Jing“ gesprochen werden. Eine leichte Abweichung von der richtigen Aussprache ist akzeptabel, solange sie noch im Rahmen bleibt. Nach Beendigung der Rezitation für ein Kleines Haus kann man 3-, oder 7-mal das Dharani für Fehlerbehebung in der Rezitation (Bu Que Zhen Yan) rezitieren.

Spricht jemand kein Chinesisch, dann kann er die Sutras und Mantras nach Pinyin rezitieren. Die Wirkung ist gleich. Es ist von Vorteil, wenn man die Sutras und Mantras auswendig rezitieren kann.

Man sollte jedoch ab und zu kontrollieren, ob die Texte vollständig rezitiert werden.

10. Man braucht nicht alle vier Texte des Kleinen Hauses innerhalb eines Tages zu rezitieren. Es genügt, wenn man die Rezitation innerhalb von sieben Tagen abgeschlossen hat. Länger sollte man die Beendigung möglichst nicht hinauszögern. Sobald das Kleine Haus vollständig rezitiert ist, wird das Datum der Fertigstellung (nach dem gregorianischen Kalender) eingetragen. Wenn man das Kleine Haus am Fertigstellungstag noch nicht verbrennt, sollte man es in einem roten Umschlag oder in einer roten Stofftasche aufbewahren. So verliert es seine Energie nicht.

11. Beim Verbrennen von einem Kleinen Haus stellt man es auf den Kopf und zündet zuerst die rechte Ecke mit der Schrift „Überreichen an“ an. Das Kleine Haus wird in einer extra dafür bereitgestellten, weißen Porzellanschüssel ohne Aufschrift und Dekor oder in einem Porzellanteller vollständig verbrannt. Es darf kein Metallgefäß verwendet werden. Das Porzellangefäß darf nicht auf den Buddhaaltar gestellt werden. Man kann es neben dem Buddhaaltar auf den Boden, auf einen Tisch oder auf einen Hocker stellen. Für das Anzünden des Kleinen Hauses verwendet man am besten die Flamme einer Öllampe des Altars. Wenn man noch keinen Buddhaaltar zu Hause hat, kann man ein Feuerzeug oder Streichhölzer benutzen.

Beim Verbrennen des Kleinen Hauses sollte man am besten es nicht mit der Hand festhalten, sondern mit einer Pinzette oder einer kleinen Zange (Metall ist in diesem Fall erlaubt). Stellen Sie zum Schluss sicher, dass das gesamte Papierstück gründlich verbrannt ist. Die Asche kann in ein Stück Papier verpackt und entsorgt werden. Sie darf nicht in die Toilettenschüssel geschüttet oder im Freien verstreut werden. Die Porzellanschüssel wird anschließend sauber gewaschen und kann später immer wieder benutzt werden.

12. Die beste Uhrzeit für die Überreichung des Kleinen Hauses ist morgens um 8.00 Uhr oder 10.00 Uhr oder nachmittags um 16.00 Uhr. An einem sonnigen Tag kann man das Kleine Haus zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr abends zu jeder beliebigen Uhrzeit verbrennen.

Nach 18 Uhr oder an einem bewölkten oder regnerischen Tag sollte man besser kein Kleines Haus verbrennen. Es gibt natürlich Ausnahmen, wenn z. B. der karmische Gläubiger das Kleine Haus sehr eilig haben will, oder wenn ein Schwerkranker akut bedroht ist.

13. Wenn man einen Buddhaaltar zu Hause hat, sollte man zuerst die Öllampe anzünden, dann das Räucherstäbchen opfern, und erst danach das Kleine Haus verbrennen. Zunächst sollte man das angezündete Räucherstäbchen mit beiden Mittelfingern festhalten. Dabei drückt man die beiden Hände leicht zusammen. Man hebt die Hände mit dem Räucherstäbchen in Kopfhöhe. Die Daumenballen dürfen leicht die Stirne berühren. In dieser Haltung macht man drei Verbeugungen, und bei jeder Verbeugung sagt man: „Ich lade die Große Barmherzige und Große Mitfühlende, überall helfende GuanYin Bodhisattwa herzlich ein.” Danach steckt man das Räucherstäbchen in das Räuchergefäß. Anschließend kniet man nieder, hält mit beiden

Händen alle zu verbrennenden Kleinen Häuser leicht über den Kopf und spricht folgendes Gebet:

„ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mir EEE (EEE: vollständiger Name) helfen, diesem Kleinen Haus  YYY zu schenken (YYY bezeichnet den Empfänger des Kleinen Hauses, sei es eigener karmischer Gläubiger oder ein verstorbener Verwandter oder ein tot geborenes Kind oder ein karmischer Gläubiger des Wohnhauses)“. Im Anschluss legt man alle zu verbrennenden Kleinen Häuser auf dem Buddhaaltar. Die Kleinen Häuser werden einzeln nach einander verbrannt. Man nimmt ein Kleines Haus in die Hand und betet noch einmal zur Bodhisattwa: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Guan Yin Bodhisattava mich, <Ihr voller Name>,  schützen und segnen, mir helfen, Kleine Häuser <Name des Verdienstempfängers>  zu offerieren.“ Danach zündet man das Kleine Haus mit der Öllampe vom Buddhaaltar an (von der Stelle mit „Überreichen an“ anzuzünden). Während des Brennens betet man nur leise: „ Möge die Barmherzige Guanyin Bodhisattwa mich erbarmen“. So wird ein Kleines Haus nach dem anderen angezündet, bis sie alle verbrannt sind.

Schließlich bedankt man sich noch einmal bei der Bodhisattwa. Dabei kann man folgendes Gebet sprechen: „Ich danke der Barmherzigen GuanYin Bodhisattwa für Ihre Gnade, mit der sie mir EEE (vollständiger Name) Gesundheit und Glück im Leben schenkt und mir hilft, diese Kleine Haus  für YYY zu opfern. Ich danke der Barmherzigen GuanYin Bodhisattwa von ganzem Herzen für Ihren Segen (einmal verbeugen)!“.

Wenn man keinen Altar zu Hause hat, kann man das Kleine Haus auf dem Balkon, am Fenster des Wohnzimmers oder im Garten verbrennen. Zuerst richtet man alle Gedanken auf die GuanYin Bodhisattwa und opfert ihr im Gedanken ein Räucherstäbchen.

Dabei sagt man dreimal: „Ich lade die barmherzige, mitfühlende, überall helfende GuanYin Bodhisattwa herzlich ein.“ Dann rezitiert man einmal das Mantra des Mitgefühls und einmal das Herz-Sutra. Anschließend hält man mit beiden Händen alle zu verbrennenden  Kleinen Häuser über den Kopf und verbeugt sich drei Mal nach Süden oder kniet in Gedanken nieder. Man betet dabei:

„ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mir EEE (EEE: vollständiger Name) helfen, dieses Kleine Haus YYY zu opfern (YYY: Empfänger des Kleinen Hauses, also ein eigener karmischer Gläubiger, ein verstorbener Verwandter, ein tot geborenes Kind oder ein karmischer Gläubiger des Wohnhauses).“

Schließlich kann man das Kleine Haus verbrennen. Dabei ist das Verfahren wie in Punkt 11 beschrieben.

 

14. Das Verbrennen des Kleinen Hauses kann auch von einem/einer Familienangehörigen übernommen werden. Vorher sollte der Vertreter folgendes Gebet sprechen: „Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, lassen Sie dem YYY (Name des Rezitators für das Kleine Haus) Gnade zuteil werden, Helfen Sie bitte YYY (Name des Rezitators), diese Kleine Haus oder dieses Kleine Haus seinem (ihrem) karmischen Gläubiger zu opfern.“

 

15. Wenn man das Kleine Haus für eine andere Person rezitieren will, um ihr Heilung zu verschaffen, ist es möglich, dass die Fremdseele von dieser Person in den Körper des Helfers übersiedelt. Deshalb ist es wichtig, sich selbst zu schützen, wenn man einer anderen Person helfen möchte. Rezitiert man ein Kleine Haus für eine andere Person, soll man vor dem Beginn etwa folgendes kurzes Gebet sprechen:

„Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, bitte sei  mir, EEE (EEE: eigener Name), gnädig. Ich rezitiere jetzt für YYY (YYY: Name der betroffenen Person) einige Kleine Häuser (die Anzahl kann man selbst festlegen). Die übrigen notwendigen Kleinen Häuser soll der karmische Gläubiger sich bei YYY selbst erbitten.“Wenn aber die Fremdseele der anderen Person dennoch zu dem Helfer kommt, sollte dieser dann besser ein paar Kleine Häuser für den karmischen Gläubiger des eigenen Namens lesen. Anderen zu helfen, ist ein großer Verdienst. Allerdings verlangt es auch seinen Preis. Man muss dabei auch Verantwortung übernehmen.

 

16. Wenn es die Umstände erlauben, sollte man einige Kleine Häuser für den Notfall in Reserve halten. Sobald irgendwelche Schwierigkeiten auftreten, kann man sofort die nötigen Kleinen Häuser verbrennen, um das Problem zu lösen. Bevor man ein solches Reserve-Kleines Haus rezitiert, muss man es bei der GuanYin Bodhisattwa folgendermaßen ankündigen: „Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva, bitte sei mein Zeuge, dass ich, EEE (vollständiger Name), jetzt ein Reserve-Kleines Haus rezitiere.” Beim Reserve-Kleines Haus braucht man zuerst nur den Namen des Rezitators einzutragen. Das Feld „Überreichen an“ und das Datum der Fertigstellung werden vorläufig leergelassen. Diese Angaben werden an dem Tag ausgefüllt, an dem man das Kleine Haus verbrennt.

 

17. Wenn einem beim Ausfüllen des Kleinen Hauses ein Fehler unterlaufen ist, kann man es zusammenfalten und in einem Stück Papier verpackt in den Abfalleimer entsorgen (bitte nicht zerreißen und auf keinen Fall verbrennen!). Man teilt dies der GuanYin Bodhisattwa folgendermaßen mit: „Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa, ich, EEE (vollständiger Name), habe das Kleine Haus fehlerhaft ausgefüllt. Es wird nun ungültig.” Danach kann man ein neues Kleines Haus schreiben und die roten Punkte übertragen.

 

18. Wenn man dabei ist, Kleine Häuser für einen Verstorbenen zu lesen und zu opfern, sollte für diesen dann kein Totengeld oder andere Gaben geopfert werden. Das verbrannte Totengeld und das Kleine Haus sind zwar Zahlungsmittel für die Verstorbenen, der Wertunterschied zwischen dem Totengeld und dem Kleinen Haus ist jedoch immens. Das verbrannte Kleine Haus bedeutet in der Unterwelt eine große Summe von Geld. Im Himmelreich (z. B. Asura-Reich oder Deva-Reich) ist das verbrannte Kleine Haus pure Energie für die Seele. Das Totengeld aus Silberpapier (Stanniol) hat im Vergleich dazu nur den Wert von Münzgeld und kann nur für die Unterwelt gebraucht werden. Solange der Verstorbene noch in der Unterwelt ist, werden ihm die großen Summen von Geld und das geringwertigen Münzgeld gleichermaßen willkommen sein. Diese Mischung wird kaum Probleme bereiten. Anders ist es bei den Verstorbenen im Himmelreich! Das Opfern des Totengeldes kann dazu führen, dass der Verstorbene vom Himmelreich wieder nach unten absteigt. Denn

eine mit Fremdhilfe zum Himmel transformierte Seele hat eigentlich selber keine ausreichende reine Energie, um zum Himmel emporsteigen zu können. Nur dank des Kleinen Haus-Opfers wird diese Seele in den Himmel erhoben. Wenn diese Seele die geringwertigen Geldmünzen wieder sieht, könnte die Habgier bei ihr erneut hochkommen. Kommt die Seele vom Himmel herab, um das verbrannte Totengeld einzusammeln, fällt sie wieder in die unteren Reiche zurück. Deshalb ist es ratsam, dass alle Familienmitglieder dem Verstorbenen ausschließlich Kleine Häuser opfern. Wenn man einen Teil der Verwandtschaft davon nicht überzeugen kann, sollte man der Gefahr mit zusätzlichen Kleinen Häusern für den Verstorbenen entgegenwirken.

Dann würde dieser sich nämlich, auch wenn einige Verwandte ihm weiterhin Totengeld opfern, für das Totengeld nicht mehr interessieren, weil er ja schon genügend großes Geld (Kleines Haus) besitzt. Zudem kann man jedes Mal beim Verbrennen des Kleinen Hauses noch ein Gebet sprechen: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa dabei helfen, dass XXX (vollständiger Name des Verstorbenen) mit der Energie des Kleinen Hauses emporsteigt, und nicht mehr an dem irdischen Kleingeld hängen bleibt.“

19. Das Kleine Haus zu rezitieren um eine Fremdseele zu transformieren ist eventuell ein lebenslanger Prozess. Wenn man einmal durch das Kleine Haus von einer Fremdseele befreit ist, heißt es noch nicht, dass man in der Zukunft keine weitere Fremdseele hätte. Im Laufe der Zeit werden manche negativen Karmas aktiviert und diese bieten Plätze im Körper, in die sich die Fremdseelen einnisten können. Außerdem kann man auch zufällig und ohne sein Zutun Fremdseelen bekommen, zum Beispiel nach einem Streit; nach dem Besuch eines Friedhofs, im Krankenhaus oder im Krematorium. Daher sollte man je nach Umständen und Bedarf die armen Seelen durch das Kleine Haus transformieren.

20. Im Folgenden werden die typischen Situationen aufgelistet, bei denen das Kleine Haus benötigt wird, einschließlich der Angabe der empfohlenen Anzahl von Kleinen Häusern.

i) Schmerzen in einem bestimmten Körperteil, z. B. Rückenschmerzen, Schulterschmerzen etc.

Solche Schmerzen, für die man bei ärztlichen Untersuchungen keine Ursache finden kann, sind die üblichen durch die Fremdseelen verursachten Beschwerden (Diese Art der Krankheit wird in manchen Kreisen auch als Informationskrankheit bezeichnet). Für jeden schmerzenden Körperteil sind 7 bis 9 Kleine Häuser erforderlich. Adressat: Karmischer Gläubiger von EEE (EEE: eigener vollständige Name).

ii) Bösartiger Tumor im Körper

Eine Krebskrankheit deutet immer auf eine negative Kraft im Körper, die ihre (karmischen) Schulden unbedingt zurückholen will. Für die betroffene Person ist einerseits die täglich Rezitation von 49-mal das Mantra des Mitgefühls und 7-mal der Text das achtundachtzig Buddhas Große Bereuen notwendig. Außerdem muss man noch sehr fleißig das Kleine Haus lesen. Denn man muss mit dem Kleinen Haus die karmischen Schulden tilgen, um wieder gesund zu werden. Für die erste Phase braucht man mindestens 49 Kleine Häuser. Danach sollten noch weitere Kleine Häuser geopfert werden, bis die Krankheit geheilt ist. Zusätzlich ist noch die Freilassung von gefangenen bzw. zur Tötung bestimmten Tieren notwendig; Auch Gelübde und Gelöbnisse helfen bei der Heilung einer Krankheit, z. B. das Versprechen, in Zukunft sich vegetarisch zu ernähren. Adressat: Karmischer Gläubiger von EEE (eigener vollständige Name).

iii)Häufig ohne Grund schlechte Laune oder Zorn

In der Regel soll man 4 bis 7 Kleine Häuser lesen. Adressat: karmischer Gläubiger von EEE (EEE: eigener vollständiger Name).

iv)Transformieren eines fehlgeborenen oder abgetriebenen Kindes

Für jedes von diesen Kindern braucht man 7 bis 21 Kleine Häuser.

Adressat: MM´s Kind (MMM: Name der Mutter des Kindes).

v) Kopfschmerzen und Fieber

In der Regel 4 bis 7 Kleine Häuser. Adressat: karmischer Gläubiger von EEE (EEE: eigener vollständige Name).

vi)Rätselhafte Geräusche im Hause, häufig auftretende Defekte an elektronischen Geräten oder Verstopfung der Abflüsse im Haus

In der Regel braucht man 4 bis 7 Kleine Häuser für den karmischen Gläubiger des Hauses. Adressat: karmischer Gläubiger von FFF ´s Haus, oder karmischer Gläubiger von FFF´s Wohnung. FFF kann der vollständige Name des Hausbesitzers, oder der Name des Hausbewohners sein. Wenn es sich um ein gemietetes Haus bzw. eine Mietwohnung handelt, kann FFF direkt der Name des Bewohners sein.

vii)Transformieren der gerade gestorbenen engen Verwandten

In den ersten 7 Wochen ab dem Todestag, also in insgesamt 49 Tagen, braucht man für jeden Verstorbenen mindestens 49 Kleine Häuser, um die Seele zu transformieren. Adressat: vollständiger Name des Verstorbenen.

viii)Traum von einem Verstorbenen

Wenn man von einem verstorbenen Verwandten wie Eltern, Großeltern oder anderen geträumt hat, sollte man für jeden der Verstorbenen 7 Kleine Häuser lesen. Kennt man den vollständigen Namen des Verstorbenen, soll man das Kleine Haus direkt an diesen Namen richten. Sonst kann man „karmischer Gläubiger von EEE (EEE: eigener vollständige Name)“ als Adressat nehmen. Möchte man einen Verstorbenen transformieren, braucht man mindestens 21 Kleine Häuser, um diesen vom einen Daseinsbereich in den nächst höheren zu verhelfen. Wenn man z. B. die Seele eines Verstorbenen vom Fegefeuer-Reich zur Wiedergeburt als Mensch transformieren möchte, braucht man dafür mindestens 21 Kleine Häuser. Vom Bereich der Menschenwelt zum Asura-Reich muss man wiederum mindestens 21 Kleine Häuser opfern, vom Asura-Reich zum nächsten Himmelsbereich – dem Deva-Reich erneut mindestens 21 Kleine Häuser.

Hat man von unbekannten, schwarz gekleideten Menschen geträumt, sollte man für jede dieser Erscheinungen 4 Kleine Häuser lesen.

Adressat: karmischer Gläubiger von EEE (EEE: eigener vollständige Name).

ix)Aktivierung der negativen Karma zur Fremdseele

Das tägliche Rezitieren des Textes des achtundachtzig Buddhas Großen Bereuens kann die negativen Karma im Körper aktivieren und zur Fremdseele verwandeln. Liest man täglich dreimal den Text, benötigt man jede Woche 2-3 Kleine Häuser. Liest man täglich siebenmal den Text, soll man jede Woche 4 bis 7 Kleine Häuser opfern. Adressat: karmischer Gläubiger von EEE (EEE: eigener vollständige Name).

21. Um festzustellen, ob die Transformation erfolgreich ist, kann man dienstags, donnerstags und samstags zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr Sydney-Zeit die Hotline von Meister Lu wählen und ihn persönlich fragen. Die Hotline-Nummer lautet 0061-292 111 301. Am Telefon kann man direkt mit Meister Lu sprechen und das Totem durch ihn anschauen lassen. Allerdings ist die Hotline aufgrund der zahlreichen Anrufe aus aller Welt sehr überlastet. Um durchzukommen, benötig man großes Glück. Deshalb kann man folgende Richtlinien als Anhaltspunkte nehmen, um zu wissen, ob die eigene Arbeit Früchte getragen hat.

a. Falls man eine Fremdseele an einer bestimmten Körperstelle transformiert, sobald man ausreichend Kleine Häuser geopfert hat, verschwinden die Schmerzen bzw. die Beschwerden, sobald man ausreichend Kleine Häuser geopfert hat. Das heißt, dass diese Fremdseele an der Stelle zu einem besseren Ort transformiert worden ist.

b. Falls man sein fehlgeborenes oder abgetriebenes Kind transformiert, sobald man ausreichend Kleine Häuser geopfert hat, wird man von einem sauber und gut gekleideten Kind mit strahlendem Gesicht träumen, sobald man genügend Kleine Häuser  geopfert hat. Das heißt, dass das Kind jetzt an einem besseren Ort ist und im Traum erscheint, um sich zu bedanken.

c. Falls man seine verstorbenen Großeltern, Eltern oder anderen Verwandten und Freunde zum Asura-Reich oder Deva-Reich transformiert, nachdem man ausreichend Kleine Häuser geopfert hat, werden diese ebenfalls im Traum gut gekleidet, in einer hellen Umgebung zum Abschied erscheinen, sobald man ausreichend Kleine Häuser geopfert hat. Das heißt, dass die Transformation gelungen ist.

d. Falls man die Fremdseele eines Hauses transformiert, werden die Geräusche im Haus verschwinden, sobald man ausreichend Kleine Häuser geopfert hat. Man fühlt sich dann auch locker und entspannt. Das heißt, dass das Haus von der Fremdseele befreit ist.

22. Die oben genannte Methode zur Transformation ist anwendbar bei allen verstorbenen Personen. Wenn man jedoch die Seele eines getöteten oder verendeten Tiers transformieren möchte, braucht man nur das Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem Land zu rezitieren, z. B. für Rinder je 108-mal, für Schweine, Schafe, Ziegen und Mäuse je 49-mal, für Fische, Hühner je 7-mal, für Krabben 7-mal, für Krebse und Garnelen je 3-mal, für Insekten und Ameisen je 1-mal.

 

1.3 Freilassung von gefangenen Tieren (Fang Sheng)

1. Welche Verdienste erzielt man bei Freilassung von gefangenen Tieren?

Die lebensrettende Befreiung der Tiere umfasst drei Formen von Dana (erwartungsloses Geben): Das Geben von Geld, das Geben von Dharma und das Geben von der Furchtlosigkeit. Der dadurch entstandene Verdienst ist unmessbar. Der größte Nutzen der Freilassung von gefangenen Tieren ist, ein Unheil zu überwinden und somit das Leben zu verlängern. Wenn man wegen einer wichtigen Angelegenheit um Hilfe und Schutz von GuanYin Bodhisattwa bittet, kann die Freilassung von gefangenen Tieren zusätzlich zu den Sutren-Rezitationen dazu führen, dass die Bitte schneller und effektiver erfüllt wird.

2. Welche Menschen sollten besonders zum Mittel der Freilassung von gefangenen Tieren greifen?

Buddhistische Gläubige; Menschen ab dem mittleren Alter; Kranke ältere Menschen; Pietätvolle Menschen; Menschen in folgenden Berufen: Küchenhilfen, Köche, Operateure, Abtreibungsärzte, im Bestattungswesen tätige Personen, Kammerjäger, Schlachter, Kriminalpolizisten, Gerichtsmediziner, Ärzte für Anatomie und Personen aus ähnlichen Berufsgruppen. Diese können durch das häufige Freilassen von gefangenen Tieren ihre Notlage beheben und Unglücke reduzieren, wenn sie ihre Probleme nicht durch einen Berufswechsel lösen können oder wollen.

3. Welche Zeit ist gut für die Freilassung von gefangenen Tieren?

Man kann eine solche gute Tat das ganze Jahr hindurch vollbringen.

Am besten ist es jedoch:

– Am Geburtstag der Person, für die eine Lebensverlängerung gewünscht wird;

- Beim Jahreswechsel;

- Am 1. und 15. eines Monats nach dem chinesischen Mondkalender;

- An den Geburtstagen von Buddha und Bodhisattwa;

- Vor einem Krankenhausaufenthalt;

- Vor einer Operation;

- Nach einer Diagnosemitteilung über eine schwere Krankheit;

- Nach einem Autounfall sowie anderen plötzlichen Unglücksfällen.

Am besten kann man die Freilassung von gefangenen Tieren (insbesondere von Fischen) an einem sonnigen Tag durchführen. Denn an sonnigen Tagen ist die Yang-Kraft am größten, somit kann also die größte Wirkung erzielt werden. Am Abend sollte man diese gute Tat möglichst nicht durchführen. Bedecktes Wetter oder leichter Regen  eignet sich auch gut.

Welche Tiere sind für die Freilassung geeignet?

Man sollte am besten solche Tiere freilassen, die häufig von Menschen verzehrt werden, z.B. Fische, Garnelen, Krebse oder Muscheln. Andere Tiere können ebenfalls freigelassen werden, sobald sie von Tötung oder Verzehr bedroht sind.

5. Welche buddhistische Texte werden dabei rezitiert?

Bei einer geplanten Freilassung von gefangenen Tieren soll man das Mantra des Mitgefühls und das Herz-Sutra rezitieren. Die Freilassung von gefangenen Tieren beseitigt Unheil und verlängert das Leben. Die Rezitation des Mantra des Mitgefühls wirkt wie ein Schutzmantel für die rezitierende Person. Durch die Kombination von den beiden Handlungen kann man eine gute Wirkung erzielen. Man kann auf dem Weg zur Freilassung schon mit der Rezitation anfangen. Das Mantra des Mitgefühls ist hierfür am besten geeignet. Vor der Rezitation soll man sich mit seinem Namen melden: „ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mich (vollständiger Name) beschützen, das Unheil abwenden und mein Leben verlängern. Ich verspreche, in Zukunft weitere gute Taten zu tun.“ Im Anschluss rezitiert man das Mantra des Mitgefühls, je häufiger, um so besser. Falls man stellvertretend für eine andere Person die gefangenen Tiere freilässt, kann man folgendes Gebet sprechen:“ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende  GuanYin Bodhisattwa, mich YYY (YYY: vollständiger Name der zu vertretenden Person) beschützen,  sie/ihn von Elend und Bedrängnis befreien und  ihr Leben verlängern“.

6. Am Ort der Freilassung

Am Ort der Freilassung ruft man zuerst dreimal leise und respektvoll zum Himmel „Ich lade die Große Barmherzige und Große Mitfühlende  GuanYin Bodhisattwa ein“. Anschließend rezitiert man das Mantra des Mitgefühls und das Herz-Sutra jeweils 3-, oder 7-mal. Bevor man die Fische im Wasser freisetzt, sagt man noch einmal: „ Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattva, mich (vollständiger Name) oder YYY (YYY: Name der zu vertretenden Person) beschützen, mich (sie/ihn) von meinen (ihren/seinen) Nöten befreien und mein (ihr/sein) Leben verlängern.“ Während der Freisetzung von Fischen kann man eine unbegrenzte, möglichst große Menge des Mantra des Mitgefühls, des Herz-Sutra und des Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem land (Sukhavati-Vyuha Dharani) rezitieren. Die Fische sollten vorsichtig ins Wasser gesetzt werden, um mögliche Verletzung zu vermeiden.

7. Mantra für verendete Fische

Wenn ein Fisch auf dem Transportweg schon verendet ist, sollte man das Mantra zur Wiedergeburt in Amitabha Reinem land (Sukhavati- Vyuha Dharani) rezitieren. Im Allgemeinen rezitiert man einmal Wiedergeburtsmantra für eine Garnele, 3-mal für einen Krebs und 7- mal für einen Fisch.

8. Finanzmittel für die Freilassung gefangener Tiere

Die freizulassenden gefangenen Tiere sollte man am besten mit eigenem Geld kaufen. Nimmt man eine Freilassung von Tieren für ein Familienmitglied vor, sollte dies Familienmitglied selbst die Mittel für den Kauf des Tieres bereitstellen. Zahlt man dennoch mit eigenem Geld, empfiehlt es sich, der GuanYin Bodhisattwa im Voraus folgende Mitteilung zu machen: „Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende Bodhisattwa mir verzeihen, dass ich, XXX (XXX: eigener Name) mein eigenes Geld nehme, um für YYY (YYY: Name der Begünstigte) einige von der Tötung bedrohte Tiere zu befreien“. Erst dann geht man Fische kaufen, um diesen anschließend freizusetzen. So erzielt man mit der Freilassung die erwünschte Wirkung für eine andere Person. Wahlweise kann man der GuanYin Bodhisattwa vor ihrem Altar mitteilen, dass man einer bestimmten Person eine bestimmte Geldmenge schenkt und dass diese Geldsumme nun sein Eigentum ist. Die Namen beider Parteien sollten auch in diesem Fall genannt werden.

9. Freilassung für glaubensferne Personen

Wenn ein Familienmitglied ungläubig ist und sogar dergleichen rituelle Handlungen ablehnt, kann eine trotzdem vorgenommene Freilassung von Fischen zwar eine geringere Wirkung haben. Doch ist es besser, die Freilassung vorzunehmen, als von der Handlung abzusehen.

10. Namensnennungen vor Ort

Lässt man Tiere in Vertretung einer anderen Person frei, dann sollte man den eigenen Namen vor Ort nicht mehr nennen, sondern ihn ganz aus seinen Gedanken verbannen, denn sonst zieht man einen Teil der durch die Freilassung gesammelten Verdienste auf sich selbst. Man braucht nur mitzuteilen, dass YYY (Name der Person, in deren Vertretung man handelt) einen bestimmten Geldbetrag ausgegeben und damit eine bestimmte Menge Fische gekauft hat. Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa ihn/sie beschützen.

11. Hat man eine Freilassung in Vertretung eines Familienangehörigen getätigt, sollte man dem Betreffenden die Anzahl der freigelassenen Tiere mitteilen. Wenn dieser jedoch grundsätzlich gegen solche Handlungen eingestellt ist, sollte man lieber gar nichts erwähnen, um ein mögliches negatives verbales Karma zu vermeiden.

 

1.4. Das Gelöbnis

Die Rezitation von Sutren und Mantras, Das Ablegen eines Gelöbnisses sowie die Freilassung gefangener Tiere sind drei Dharma-Schätze, welche die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa uns geschenkt hat. Diese drei Schätze müssen jeweils für den passenden Zweck eingesetzt werden. Das Versprechen (Gelöbnis) der Gläubigen ist ebenso bedeutend wie die beiden anderen Schätze. Ein Gelöbnis abzulegen, heißt, dass man vor einem Bild oder einer Statue von Buddha oder Bodhisattwa in Gedanken, leise oder laut ein Versprechen gibt und im Gegenzuge um ihren Schutz oder um ihre Wundererscheinung bittet. Damit hofft man, eine Lösung seiner Probleme zu finden, ein Ende seines Kummers zu erreichen oder eine bedrohende Katastrophe zu verhindern.

Man kann zum Beispiel folgende Versprechungen tun:

i. Ab sofort am 1. und 15. des Monats nach dem chinesischen Mondkalender nur vegetarisch zu essen;

ii. ab sofort keine lebenden bzw. keine extra dafür getöteten Fische und Meeresfrüchte zu essen;

iii. ab sofort nicht mehr zu töten;

iv. täglich gute Taten zu verrichten;

v. eine Buddha- oder Bodhisattwastatue zu vergolden;

vi. innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine bestimmte Anzahl von Personen zum Buddhismus zu bekehren und diesen bei der Loslösung vom Leidensmeer zu helfen. Das Verdienst hierbei ist sehr groß;

vii. für die buddhistische Angelegenheiten ehrenamtlich zu arbeiten, für den Drucken von buddhistischen Bücher u.s.w. zu spenden;

viii. buddhistische Bücher oder CDs unentgeltlich an interessierten Menschen zu verteilen.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

1) Manche Menschen haben gelobt, sich am 1. und 15. Jeden Monats nach dem chinesischen Mondkalender vegetarisch zu ernähren. Später haben sie jedoch vergessen, an diesen beiden Tagen vegetarisch zu essen. Oder sie können sich aus irgendeinem Grund nicht an ihr Gelöbnis halten. In einer solchen Situation kann man vorher die GuanYin Bodhisattwa vorab davon in Kenntnis setzen, dass man die versprochene Leistung auf andere Tage verlegt. Um solche Komplikationen zu vermeiden, kann man beim Ablegen des Gelöbnisses schon festlegen, dass man statt am 1. und 15. des Monats an zwei beliebigen Tagen im Monat vegetarisch essen wird. Somit ist man flexibel.

2) Sofern man ein Gelöbnis abgelegt hat, muss man sich daran halten. Wenn man aber, aus Gründen, die man selbst zu verantworten hat, versagt, wird man sicherlich bestraft.

3) Ist die Bitte, die man unter Ablegung eines Gelöbnisses an die Bodhisattwa herangetragen hat, erfüllt worden, dann erfolgt die Danksagung. Man stattet dem Tempel oder der betroffenen Bodhisattwa einen weiteren Besuch ab, zündet dort Räucherstäbchen an, macht Kotau vor der Bodhisattwa, gibt Spenden und verrichtet ehrenamtliche Arbeit. Die Summe der Spende oder die Menge der ehrenamtlichen Arbeit ist nicht entscheidend, sie soll angemessen sein. Wichtig ist, dass man seine Dankbarkeit ausdrückt. Falls man gelobt hat, sich auf Dauer vegetarisch zu ernähren oder das Dharma zu verkünden, sollte man sich auch weiterhin daran halten.

 

1.5. Buddhistischer Altar und Opfergabe von

Räucherstäbchen

Falls man die Möglichkeit hat, sollte man zu Hause einen buddhistischen Altar aufstellen. Auf dem Altar kann sich eine Statue oder ein Bildnis von GuanYin Bodhisattwa befinden, der man Ehre erweisen kann.

Basiskriterien für die Einrichtung und Ausstattung eines Hausaltars:

i) Der Altar darf sich nicht in der Nähe der Toilette befinden (Die Toilettentür soll stets geschlossen bleiben)

ii) Der Altar darf nicht direkt gegenüber der Küche stehen

iii)Der Altar darf sich nicht direkt oberhalb des Fernsehgeräts befinden

iv)Der Altar darf nicht zu tief oder zu hoch angebracht sein. Der Buddha oder die Bodhisattwa sollen von oben herab auf die Menschen herabsehen, bzw. der Menschen schaut mit leicht nach oben gerichtetem Gesicht zu Buddha empor. Mit festem Material als Unterlage kann man den Altar bzw. die Statue oder das Bildnis erhöhen.

v) Auf dem Altar stehen als Opfer eine Öllampe und Wasser. (Für jeden Buddha oder jede Bodhisattwa je eine Tasse Wasser, das einmal am Tag gewechselt werden muss. Aus dem hierfür verwendeter Tasse darf nicht getrunken werden).

vi)Ein Räucherstäbchengefäß sollte vorhanden sein. Täglich morgens und abends werden die angezündeten Räucherstäbchen dem Buddha bzw. der Bodhisattwa geopfert. Die besten Zeiten für die Opfergabe sind morgens und abends um 6.00 Uhr, um 8.00 Uhr und um 10.00 Uhr. Am besten bringt man seine Opfergabe jeden Tag zur gleichen Uhrzeit dar.

vii)Wenn man die Möglichkeit hat, kann man frisches Obst und Schnittblumen opfern.

viii)Der Altar steht man besten in Nord-Süd-Richtung. In Ländern der nördlichen Hemisphäre sollte die Buddhastatue nach Süden schauen, in der südlichen nach Norden. Auch andere Richtungen sind erlaubt.

Hat man (noch) keinen Altar zu Hause hat, oder ist man auf eine Reise, kann man die Opferzeremonie in Gedanken durchführen. Dabei gilt folgende Vorgehensweise: Man stellt sich vor, dass das Bild von Buddha bzw. von der Bodhisattwa vom eigenen Hausaltar oder das Bild eines Lieblingsbuddhas bzw. –bodhisattwa befändet sich unmittelbar vor einem. In Gedanken führt man dann folgendes Opferritual durch: man zündet die Öllampe an, in der Flamme der Öllampe lässt man die Räucherstäbchen sich entzünden. Anschließen hält man mit beiden Händen die Räucherstäbchen in Stirnhöhe und verbeugt sich dreimal vor dem Buddhabild. Danach steckt man die Räucherstäbchen in das Räuchergefäß. Man kniet nieder und spricht ein kurzes Gebet. Alle diese oben genannten Vorgänge führt man im Kopf durch.

Achtung: Man kann die Räucherzeremonie tatsächlich nur durchführen, wenn man zu Hause einen Altar für Buddha oder Bodhisattwa errichtet hat. Vor einem Buddha- oder Bodhisattwabild aus dem Computer, aus einem buddhistischen Schriftenbuch oder aus

sonstigen Quellen darf man keine Räucherstäbchen opfern. Denn solche Bilder sind nicht geweiht und besitzen kein Energiefeld von Bodhisattwa. Opfert man vor solchen Bildern Räucherstäbchen, ist es, als ob man sein Opfer dem Himmel und der Erde darbringt. Da ja diverse Seelen, Geister oder Götter den Bereich zwischen Himmel und

Erde bevölkern, werden diese Opfergaben eventuell von ihnenempfangen, was unnötige Umstände und Risiken mit sich bringen könnte.

1.6. Einreichen des Antrags auf Namensänderung

Der Name verkörpert die Seele und den Geist des Namensträgers. Die Seele folgt dem Namen. Nach der Geburt wird der Name des Neugeborenen sowohl bei der Behörde als auch im Familienbuch/ Familienregister eingetragen. Dieser erste Name wird gleichzeitig im Himmel und auch bei der Unterwelt registriert. Wenn der Name geändert wird, könnte der neue Name nach einer Nutzung von über einem Jahr schon dynamisch-seelischen und geistigen Effekt haben. Deshalb ist es sehr ratsam, nach der Namensänderung den Antrag bei dem Himmel und der Unterwelt einzureichen. Wenn man dies noch nicht getan hat, soll man den im Familienbuch eingetragenen ersten Namen für Rezitation der Sutras und für das Kleine Haus benutzten.

Das Einreichen des Antrags auf Namensänderung ist eine Mitteilung über den neuen Namen bei den Buddhas, den Bodhisattwas im Himmel, bei allen geistigen Wesen und bei den himmlischen und unterirdischen Verwaltern für alle Namen.

Im Blog des Meisters Lu (www.GuanYinCitta.com), befindet sich auf der linken Seite ein Antragsformular auf Namensänderung. Man kann es einfach herunterladen. Dieses Formular wird auf einen gelben A4-Bogen ausgedruckt. Bei der Auswahl von „Gläubige/Gläubiger“ wird das Nicht-Zutreffende mit einem schwarzen oder blauen Stift gestrichen.

Danach wird zuerst der alte Name, anschließend der jetzt geänderte Name und schließlich der jetzt benutzte Namen auf dem Formular eingetragen. D. h. Von oben nach unten im Formular ist die erste vorgegebene Eintragsstelle mit dem alten, ursprünglichen Name auszufüllen. Die zweite Eintragsstelle ist mit dem geänderten Namen auszufüllen. Die dritte Eintragsstelle für Namen ist mit den gleichen Namen wie für die zweite Eintragsstelle auszufüllen. Wenn man in Vertretung für eigene Kinder oder Familienangehörige das Einreichen des Antrags auf Namensänderung tätigt, muss nach dem alten Namen das Geburtsdatum dieser Person (Jahr / Monat / Tag, nach dem Gregorianischen Kalender) eingetragen werden.

Der Ort, an dem dieser Antrag verbrannt wird, wird dann in das Formular eingetragen (z.B.: Beijing, China; Sydney, Australien; Berlin, Deutschland)

Als Datum wird die Zeit angegeben, zu der der Antrag verbrannt wird (Jahr / Monat / Tag).

Die beste Zeit für das Verbrennen des Antrags ist der 1. Tag und der 15. Tag des Monats nach dem chinesischen Mondkalender, oder ein sonniger Tag. Die beste Uhrzeit ist vormittags genau 8 Uhr, genau 10 Uhr, oder nachmittags genau 16 Uhr.

Man kann das Antragsformular auch nach dem Muster aus dem Blog des Meisters mit der Hand auf ein gelbes Blatt Papier schreiben.

Wenn man zu Hause einen Buddhaaltar hat, kann der Antrag auf dem eigenen Altar verbrannt werden. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten:

Die Öllampe soll angezündet sein. Räucherstäbchen bzw. Weihrauch soll auch abgebrannt werden. Vor dem Altar soll der Text des Antrags verlesen werden (man kann ihn auch im Knien vortragen). Danach wird das Mantra des Mitgefühls siebenmal rezitiert, und dann das Herz-Sutra ebenfalls siebenmal. Schließlich verbrennt man den Antrag (von der Oberkante zur Unterkante).

Wenn man aber keinen Altar zu Hause hat, muss der Antrag in einem Tempel eingereicht werden. Dabei macht man zuerst vor jedem Buddha und jeder Bodhisattwa einen Kotau. Dann verliest man den Antrag im GuanYin-Saal des Tempels einmal und sagt dazu folgendes: „Ich (vollständiger Name) bin heute im (Name des Tempels) Tempel. Ich grüße höflich alle Buddhas und Bodhisattwas im Tempel. Ich bitte die Barmherzige GuanYin Bodhisattwa das Folgende zu bezeugen und zu verifizieren, mein alter Name ist XXX (früherer vollständiger Name). Jetzt ist mein Name geändert worden in YYY (jetziger vollständiger Namen). Ich bitte aufrichtig alle Buddhas und Bodhisattwas in diesem Tempel, dies zu bezeugen.“ Danach rezitiert man siebenmal das Mantra des Mitgefühls und siebenmal das Herz-Sutra rezitiert werden. Schließlich kann der Antrag im Räucherstäbchengefäß des Tempels verbrannt werden (von oben nach unten).

Normalerweise braucht man den Antrag auf Namensänderung nur einmal einzureichen. Wenn die Änderung nicht gelungen ist, oder man das Gefühl hat, dass sie nicht geklappt hat, kann man die Prozedur so oft wiederholen, bis sie erfolgreich ist.

Am besten reicht der Namensträger selbst den Antrag ein. Wenn die Person noch zu jung ist, können die Eltern des Kindes oder jemand von der älteren Generation stellvertretend für das Kind die Einreichung durchführen.

Für eine verstorbene Person braucht man keinen Antrag auf Namensänderung einzureichen. Man kann direkt den Namen nehmen, den der Verstorbene vor dem Tod benutzt hat.

Wenn jemand unsicher ist, ob sein Name tatsächlich sein ursprünglicher Name ist, wie es z. B. bei adoptierten Kindern manchmal der Fall ist, kann er einen „Antrag auf offiziellen Namen“ einreichen. Auf der linken Seite des Blogs von Meister Lu ist für diesen Vorgang ebenfalls ein Antragsformular vorhanden.

Wie kann man feststellen, ob das Einreichen des Antrags auf Namensänderung erfolgreich war?

- Der Namensträger sollte auf sein Gefühl hören. Eine Namensänderung soll positiv auf den Namensträger wirken. Nach dem Einreichen des Antrags auf Namensänderung sollte der Namensträger das Gefühl haben, dass er entspannt, fröhlich, wohlgemut ist, dass bei ihm alles nach Wunsch verläuft. Dann hat die Namensänderung ihre Wirkung erzielt. Wenn man aber nach dem Einreichen des Antrags auf Namensänderung das Gefühl hat, dass alles ist wie früher, oder sogar schlechter als früher, oder man einfach kein gutes Gefühl hat, dann kann das bedeuten, dass das Einreichen des Antrags nicht

gelungen ist, oder dass der geänderte (neue) Name nicht zu der Person passt.

- Man sollte häufiger das Herz-Sutra rezitieren, denn das hat zur Folge, dass sich die Weisheit entsprechend vermehrt. Man erzielt dadurch eine raschere Reaktion auf seinen neuen Namen. Wenn die Person mit ihrem neuen Namen gerufen wird, oder wenn sie sich in einer bestimmten Situation befindet, kann eine sofortige Reaktion stattfinden.

- Das Einreichen von Namensänderung hat auch mit dem Energiefeld zu tun. Wird der neue Name schon von einer anderen Person benutzt, und die Energiefrequenzen von dieser Person weisen Ähnlichkeiten auf, dann kann die Namensänderung schwer durchzuführen sein.

- Die dynamisch-seelischen und geistigen Effekte sind ein sehr wichtiger Aspekt bei der Namensänderung. Wenn jemand seinen neuen Namen schon seit über zehn Jahren geändert hat, aber dem Himmel und der Unterwelt den Antrag auf Namensänderung noch nicht eingereicht hat, wird dieser Name wegen der langjährigen Nutzung schon seinen dynamisch-seelischen und geistigen Effekt haben. Allerdings gibt es im Himmel und in der Unterwelt keinen solchen Namen für diese Person. So laufen die Seelenanteile leicht von dieser Person weg. Deshalb sollte der neue Name nach dem Einreichen des Antrags so oft wie möglich gerufen, gesagt, genutzt werden, und zwar der vollständige Name. Wenn der neue Name nach dem Einreichen des Antrags oft gerufen wird, kann der dynamisch seelische und geistige Effekt des Namens nach etwa drei Monaten bzw. einhundert Tagen schon herausgebildet sein.

- Man sollte beobachten, wie man körperlich und seelisch reagiert, nachdem man die selbst gelesenen Kleinen Häuser für den karmischen Gläubigen verbrannt hat. Hat man Kopfschmerzen? Ist man unruhig?

Hat man weiterhin Alpträume? So kann man die Wirkung des Kleinen Hauses erkennen. Haben sich nach dem Verbrennen des Kleinen Hauses Wirkungen gezeigt, so ist das Einreichen des Antrags auch gelungen.

Nach dem Einreichen des Antrags sollte sich der Namensträger bei der täglichen Rezitation der Sutras vor Buddha und Bodhisattwa immer mit dem neuen Namen anmelden. Dies begünstigt auch die Effektivität des neuen Namens.

Nach dem Einreichen des Antrags auf Namensänderung kann der neue Namen schon für das Kleine Haus benutzt werden. Wenn man nicht sicher ist, ob das Einreichen gelungen ist, kann man auf das Kleine Haus bei der Ausfüllstelle für Empfänger so schreiben: „XX (YY)s Gläubiger“, davon XX ist der neue Name, YY der alte Name. Diese Schreibweise ist nur für eine kurze Übergangszeit brauchbar, nicht für eine lange Zeit geeignet.

Wenn das erste Einreichen des Antrags auf Namensänderung misslungen ist und man schon mit dem neuen Namen das Kleine Haus gelesen und ausgefüllt hat, dann hat das keine nachteiligen Auswirkungen. Denn diese Kleinen Häuser haben ihre Wirkung, sobald das Einreichen des Antrags auf Namensänderung bei späteren Versuchen erfolgreich ist.

 

1.7. Einreichen des Überzeugungstexts

Es zeugt von viel Glück und großer Tugend, wenn beide Ehepartner oder alle Familienmitglieder die Sutren rezitieren und vom Buddha lernen. Wenn man sich selbst schon mit der Guanyin Citta Dharma Door beschäftigt hat, kann man auch seine Verwandten langsam darin einführen. Man kann ihnen die Bücher von Meister Lu zum Lesen geben und mit ihnen gemeinsam die Radiosendung von Meister Lu anhören. Wenn aber die anderen kein Interesse haben, sollte man sie nicht zwingen. Es ist besser die karmische Bedingung anzupassen und mit dem karmischen Fluss zu gehen als sich festklammern zu wollen.

Man kann täglich mehr als siebenmal das Herz-Sutra für seine Familienmitglieder rezitieren und direkt davor ein kurzes Gebet sagen:

„Möge die Große Barmherzige und Große Mitfühlende GuanYin Bodhisattwa mich schützen,  ihm/ihr (Name des Familienmitglieds) dabei zu helfen, dass er/sie mehr Weisheit bekommt, um an Buddha zu glauben und Sutras zu rezitieren“. Diese Überzeugungsarbeit sollte man lange durchführen, bis man Erfolg hat.

Es ist besser, dass das Familienmitglied bzw. die Familienmitglieder von der Überzeugungsarbeit nichts erfahren. So kann unnötige Antipathie vermieden werden. Sonst könnte eventuell noch negatives verbales Karma erzeugt werden. Wenn man nach sechsmonatiger Überzeugungsarbeit immer noch nichts erreicht hat, kann man es dann mit dem „Einreichen des Überzeugungstexts“ bei GuanYin Bodhisattwa versuchen. Folgende Schritte sind dabei zu beachten:

1. Auf der linken Seite des Blogs vom Meister Junhong Lu

(www.GuanYinCitta.com) gibt es ein Musterformular, das man herunterladen und auf ein Blatt gelbes A4 Papier ausdrucken kann. Bitte diesen Überzeugungstext niemals verbrennen!

2. Mit einem schwarzen oder blauen Stift trägt man den Namen des Familienmitgliedes, sein Geburtsdatum nach dem Gregorianischen Kalender und schließlich den eigenen Namen ein.

3. Am häuslichen Buddhaaltar zündet man tagsüber an jedem Tag (am besten um 8.00 Uhr) zuerst die Öllampe und Räucherstäbchen an.

Dann verliest man einmal den Text über das „Einreichen des Überzeugungstexts“. Danach wird der Text auf den Buddhaaltar gelegt. Falls der Altar wenig Platz hat, kann man den Text unter das Räuchergefäß legen.

4. Man macht vor Buddha und Bodhisattwa Kotau.

5. Man rezitiert mindestens siebenmal das Herz-Sutra für die zu überzeugende Person.

6. Die Prozedur zum Einreichen des Überzeugungstextes kann man jeden Tag einmal machen.

Das Einreichen des Überzeugungstextes ist eine sehr ernsthafte buddhistische Angelegenheit. Am besten führt man es erst dann durch, wenn man schon seit längerer Zeit für die zu überzeugende Person täglich siebenmal das Herz-Sutra rezitiert hat. Die zu überzeugende Person sollte auch davon nichts erfahren, um unnötiges negatives verbales Karma zu vermeiden.

Wenn das Einreichen des Überzeugungstextes erfolgreich durchgeführt werden konnte, kann das Textpapier nach ein bis zwei Monaten in einem Umschlag entsorgt, auf keinen Fall jedoch verbrannt werden.

 

Sprecher: Herr Junhong Lu

Blogadresse:  http://guanyincitta.com/de/

Kontakt in Deutschland:

Adresse:  Borsigallee 37, 60388 Frankfurt am Main

Telefon: Frau Zhou 0178/8168888
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Homepage der buddhistischen Gemeinde in Deutschland: http://www.buddhistische-kultur.de/

Anfahrt zum Guan Yin Tempel:
Der Tempel ist gut zu erreichen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch Parkplätze sind vorhanden.
U-Bahn: Von Frankfurt am Main Hauptbahnhof nehmen Sie die U4/U7 Richtung Enkheim und steigen bei Hessen Center aus.
Direkt vor der U-Bahnstation Hessen Center befindet sich dann das Gebäude, auf derselben Straßenseite vom Media Markt.
Wir befinden uns im 5.OG.